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"Die moderne Soziologie"

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Literaturhinweise zum Thema:


* Parsons - Politics and Social Structure

* Parsons - Beiträge zur soziologischen Theorie

* Parsons - Das System moderner Gesellschaften

* Parsons - Action Theory and the Human Condition

* Gerhardt -Talcott Parsons: An Intellectual Biography

* Gerhardt - Gesellschaft und Gesundheit
Begründung der Medizinsoziologie

* Kant - Kritik der reinen Vernunft

* Whitehead - Science and the Modern World

* Weber - Gesammelte Aufsätze zur Religionssoziologie I

* Weber - Gesammelte Aufsätze der Wissenschaftslehre

* Durkheim - Über die Teilung der sozialen Arbeit

* Durkheim - Die elementaren Formen des religiösen Lebens

* Freud - Die Traumdeutung,

* Tönnies - Gemeinschaft und Gesellschaft

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REZENSION

Talcott Parsons
Die Entstehung der Sozialsystemtheorie
Eine persönliche Geschichte /
On Building Social System Theory
A Personal History
in: Social Systems and the Evolution of Action Theory
The Free Press; 1977: 22 / 76

Deutsch in:
T. Parsons / P.F. Lazarsfeld / E. Shils
Soziologie autobiographisch
Drei kritische Berichte zur Entwicklung einer Wissenschaft

Enke Verlag / DTV 1985


Mitte 1944 fand in Amerika eine Konferenz über Deutschland nach dem Krieg statt und Parsons war einer der Teilnehmer. Ausgehend vom Begriff Charisma war man sich dort einig, dass der Zweite Weltkrieg relativ schnell mit Hitlers Niederlage beendet ist. Aber was sollte anschließend passieren? Parsons war der Ansicht, dass ein kontrollierter Institutionenwandel die Demokratie in Deutschland vorantreibt, und das Konzept der Umerziehung wurde publik. Was aber tat jener Mensch, der sich so für die Belange von Deutschland einsetzte?

Als Student kam Parsons 1925 nach Heidelberg und wurde dort für die Arbeiten von Max Weber so begeistert, dass er sich bis zu seinem Tode 1979 diesem Wissenschaftler verpflichtet fühlte. Etwas früher kam er in Kontakt mit ökonomischen Theorien und etwas später mit der Soziologie von Durkheim. Ebenfalls wirkten auf ihn u.a. die Philosophie von Kant und Whitehead. Mit diesen Grundlagen arbeitete er über die moderne sozioökonomische Ordnung. Nach längerer Forschung kam Parsons in seinem Erstwerk (1937) zu dem Schluss, dass unterschiedlichste Ansätze konvergieren, was sich als Schema, Idee oder Begriff darstellen lässt. Der Begriff für diese Konvergenz lautet nun Einheitsakt. Dieser Akt besteht aus einem Zweck oder aus Zielen, Bedingungen, Mittel und aus einem selektiven Standard oder aus Normen. Mehrere solche Akte können verknüpft werden und führen zu mindestens drei sozialen Systemen. Mit diesen Voraussetzungen konnte Parsons vor allem Ergebnisse aus verschiedenen Wissenschaften in einem größeren Begriffssystem unterscheiden und diese auch in Rangordnungen bringen. Diese Leistungen machten ihn zwar nicht berühmt, aber u.a. aus diesen Gründen und wegen seiner Kenntnisse bezüglich Weber und Kant wollte man 1944 auch nicht auf ihn verzichten.

Weltruhm erlangte Parsons jedoch erst 1953, als es ihm nämlich gelang, mithilfe der Theorien von Tönnies, Durkheim und Freud ein viertes System zu identifizieren. Damit begann ein ganz neues Kapitel in den Sozialwissenschaften, gemeinhin bekannt als Sozialsystemtheorie. Von da aus expandierte diese Theorie und gipfelte schließlich über das System moderner Gesellschaften und Handlungssystem im >Paradigma der menschlichen Bedingtheit<.

Dessen größte Herausforderung, die Betrachtung der Konvergenz zwischen Genetik und Kultur konnte Parsons (1978) nicht mehr leisten, weil er kurz danach verstarb. Eine Aufgabe, wie zugegeben werden kann, die selbst 2003 wichtig ist. Wird dieser kleine Artikel gehört bzw. gelesen, so ist schon überraschend festzustellen, was denn Parsons selbst über seine Hauptmodelle des menschlichen Handels sagt. Auch nicht ganz uninteressant dürfte sein zu erfahren, wer oder was bei einer Sozialsystemtheorie zu bedenken ist.

noz

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