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REZENSION
Talcott Parsons
Sozialstruktur und Persönlichkeit
Fachbuchhandlung für Psychologie
Verlagsabteilung, Franfurt a.M. 1981
Die neuzeitliche Soziologie Talcott Parsons hinterlässt mit dieser Aufsatzsammlung ein Buch, das für die heutige Soziologie unverzichtbar ist. Zunächst einmal ist festzustellen, dass Parsons unter dem Titel eine Schrift veröffentlicht, die er seiner Tochter widmet, womit verständlich wird, warum auch die Entstehungsgeschichte dieses Werkes besonders bedacht sein sollte. Diese Geschichte ergibt sich bereits aus den Veröffentlichungsjahren der aufgenommenen Aufsätze und sie erstreckt sich demnach von 1951 bis 1964. Bei näherer Betrachtung seiner drei Teile
I theoretische Perspektiven
II Stufen des Lebenszyklus
III Gesundheit und Krankheit
lassen sich dann folgende Ergebnisse finden:
1) die These der Konvergenz erfährt ihre endgültige Ausgestaltung (über Freud und Durkheim)
2) Handlungssysteme und Sozialsysteme werden mit dem Paradigma der menschlichen Bedingtheit (Human Condition) verknüpft
3) sein Elementarteilchen (der unit act) wird auf die Lebensspanne bezogen
4) dieses Werk wirft die Frage auf, für welche Tätigkeitsfelder die Soziologie ausbilden könnte; und
5) Parsons verknüpft die Allgemeine Theorie nicht mehr mit den empirischen Sozialforschungen, sondern mit der Philosophie.
1978 sprach Parsons zum Abschluss seiner Arbeit über das «Paradigma der Human Condition» und kurz vor seinem Tod von einer neuen Phase seiner Wissenschaft es ist diese Aufsatzsammlung, die benötigt wird, um daran anzuknüpfen.
noz
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